Abendstimmmung in Glurns © IDM - Tina Sturzenegger

Glurns Südtirol

Glurns ist die kleinste Stadt von Südtirol und liegt im Süden des Tartscher Bühels im Vinschgau. Die Stadt hat 900 Einwohner und liegt auf 907 m. Erstmals wurde sie 1163 erwähnt und hat auch heute noch ihr besonderes Flair und einen mittelalterlichen Stadtkern. Der mittelalterliche Warenverkehr ging über den nahen Reschenpass weiter über den Fernpass nach Augsburg oder über den Ofenpass durch das Veltlin nach Como und Mailand. 1499 fand hier die Calvenschlacht zwischen Habsburgern und Schweizern statt. Die eben erblühte Stadt Glurns lag in Schutt und Asche. Das Wasser des Rambaches floss rot, soviele Soldaten mussten hier ihr Leben lassen. Die Stadt wurde neu aufgebaut, 3 Häuschen für Torwächter wurden errichtet. Bis 1806 gehörte Glurns und der Vinschgau bis Meran zum Bistum Chur.

Inhaltsverzeichnis

Glurns

Glurns besitzt neben der vollständig erhalten Ringmauer, malerische Tortürme und eine Wehranlage. Seit dem 16. Jh. sind diese kaum verändert. In jeder Ecke spürt man die bewegte Geschichte der ehemaligen Handelsstadt. Der romantische Charakter, das reiche Kulturleben und die idyllische Umgebung machen aus Glurns ein einzigartiges alpines Juwel.

Impression

Ringmauern

Glurns besitzt neben der vollständig erhalten Ringmauer, malerische Tortürme und eine Wehranlage. Seit dem 16. Jh. sind diese kaum verändert. Die bewegte Geschichte spürt man In jeder Ecke spürt der ehemaligen Handelsstadt. Das reiche Kulturleben, romantische Charakter und die idyllische Umgebung machen aus Glurns ein einzigartiges alpines Juwel, ein Miniaturstädtchen.

Stadtkern

Zeugen von Reichtum in der Stadt ist der historische und mittelalterliche Stadtkern mit 2 Häuserzeilen an der Hauptstraße und Laubengängen, die Schutz vor allen Wettern boten. Auf den Mauerbänken in den Lauben wurden an Markttagen von den Handwerkern ihre Waren ausgestellt. Mehrere Tage dauerten die Märkte, bis heute überlebt hat der „Sealamorkt“ am 2. November, der Allerseelenmarkt. Vom Vinschgau und überallher kommen Marktbesucher. Wo Markt ist, braucht es auch Gasthäuser. Im 18. Jahrhundert gab es sechs Gasthäuser. Die Stadttore verwehren einigen größeren Fahrzeugen die Fahrt durch Glurns. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Tore von den Nachtwächtern am Abend geschlossen.

Handelsplatz 

Die Stadt war immer schon ein wichtiger Handelsplatz für das Salz aus Hall in Tirol. Überschwemmungen und Brandkatastrophen setzten der Stadt immer wieder zu. Als Mussolini 1931 den Gerichtssitz nach Schlanders verlegen ließ, verfiel die Stadt zusehens, aus dem Dornröschen wurde ein Aschenputtel. Anfang der Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts unterstützte die Südtiroler Landesregierung die Sanierung des Städtchens. Ein gelungenes Beispiel der Sanierung ist Schloss Glurns. Ursprünglich war es ein mittelalterlicher Wehr- und Wohnturm, der in die Stadtmauer einbezogen wurde. Daraus entstand ein Adelssitz mit Innenhof. Der Koch-Hof mit einem offenen Gewölbe ist der einzig geschlossene Hof in der Stadt. Im Innern der Stadt steht die barocke Frauenkirche oder Spitalskirche zu Unser lieben Frau.

Die Pfarrkirche zum Hl. Pankratius

Die Pfarrkirche zum Hl. Pankratius steht außerhalb der Stadtmauern auf einer Anhöhe jenseits der Etsch. Der bekannteste Glurnser Ehrenbürger ist Paul Flora, Zeichner und Karikaturist. Im Tauferer Turm ist ein Paul-Flora-Museum untergebracht.

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