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Täler in Südtirol

Flüsse und Täler gehören zusammen. Dort wo Flüsse oder Bäche wegfließen, bildet sich im Laufe der Jahre ein Tal. Wenn fließendes Wasser sich immer tiefer in den Untergrund gräbt, rutscht die Erde an den Seiten dem Flussbett nach. Rechts und links bildet sich ein Hang und so kann ein Tal entstehen. Die Form eines Tales hängt davon ab, wie das Wasser den Boden ausschwemmt und wie stark das Gestein ist. Täler können verschieden sein.  Schmale Täler mit steilen Wänden nennt man Schlucht. Schmale Täler mit sanften Hängen werden als V-Tal oder Kerbtal genannt. Ist die Talsohle breiter als der Fluss bezeichnet man es als Sohlental und bei steilen Wänden nennen wir es Kastental. Breite Täler sind in Südtirol vor ca.12.000 Jahren durch die Arbeit der Gletscher entstanden. Wir finden hier zwischen den Berggruppen viele Täler, angefangen bei den Haupttälern: Eisacktal, Pustertal oder den Vinschgau mit den Seitentälern oder auch Nebentälern genannt.

Inhaltsverzeichnis

Südtirols Täler

Der Vinschgau

Der Vinschgau erstreckt sich von der Grenze an Österreich, dem Reschenpass, bis nach Meran. Es ist der obere Teil des Etschtales in Südtirol. Eingeteilt wird er zudem auch noch in Obervinschgau und Untervinschgau. Das größte Dorf ist Schlanders mit 6000 Einwohnern. Die einzige Stadt ist Glurns mit 900 Einwohnern. Der Fluss, der durch dieses Tal schlängelt, ist die Etsch. Im Vinschgau treffen wir Gletscher, Seen, Almwiesen, Reben und sehr viel Obst. Diese vielfältige Natur hängt von den Höhenlagen, zwischen 400m und4000 m, ab. Ebenso treffen wir auf ein mildes Klima. Man zählt dieses Tal zu den niederschlagärmsten Tälern in den Alpen. Dieses Gebiet verfügt auch über eine reiche kulturelle und natürliche Landschaft. Erwähnt sind dabei  die Waal Wege  oder der höchste Berg, der Ortler(3905m).Wir finden  im Vinschgau auch zwei sehr bekannte Schlösser: Chur bürg mit der größten Waffenkammer der Welt und Schloss Juval, das Schloss der Bergsteigerlegende Reinhold Messner.

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Das Pustertal

Wird auch das „grüne Tal „genannt. Warum? Wenn man genau hinschaut, ist die grüne Farbe, die in diesem Tal vorherrscht. Durch das eher raue Klima werden rund 20 verschiedene Gemüsesorten angebaut. Besonders zu erwähnen die „Puschterer Erdepfel“. Herrliche Berge, grüne Wälder, klare Seen und Weiher, fließende Bäche, saubere Orte und Bauernhöfe, Schlösser, und bekannte Kirchen, finden wir hier.  Es erstreckt sich von der Mühlbacher Klause, die einst eine Zollerhebung war, bis nach Winnebach und weiter bis nach Lienz in Osttirol. Es liegt im Osten von Südtirol auf einer Höhe von 700-1600m. Am Fuße des Hausberges, dem Kronplatz liegt die Kleinstadt Bruneck mit 16.000 Einwohnern. Im oberen Pustertal überwältigen uns die Spitzen der Sextner Dolomiten, die“ Drei Zinnen“, und für eine unvergessene Naturlandschaft sorgen Fanes –Sennes und in Prags Puez-Geisler. Ebenso treffen wir den sagenumworbenen Pragser Wildsee oder den Antholzer See. Im Winter ist ebenso der Kronplatz ein sehr beliebtes Ziel. Der Fluss „Rienz“, entspringt am Fuße der Drei Zinnen. Er fließt durch das Höhlensteintal bis zum Toblacher Feld und dann in das Pustertal und anschließend in westlicher Richtung bis nach Brixen.

Eisacktal

Das Eisacktal, wie schon der Namen sagt, wird vom Eisack, der am Brenner entspringt, durchflossen. Es beginnt bei Franzensfeste und geht bei Bozen in das Etschtal über. Im Westen wird das Tal von den Sarntaler Alpen begrenzt und im Osten von den Dolomiten. Besonders nennenswert sind die Plose, der Hausberg von Brixen oder die Dolomitenspitzen der Aferer Geisler. Durch das Eisacktal verlaufen von Norden nach Süden wichtige Verkehrsadern. Dazu zählen die Brennerbahn und die Brennerautobahn. Zwei bedeutende Städte, Brixen, die Bischofsstadt und Klausen, die Künstlerstadt, laden uns herzlichst ein. Auch mittelalterliche Burgen und Klosteranlagen sowie Schlösser erheben sich in diesem Tal. Weinreben, Obstplantagen und Kastanienhaine wachsen an den sonnigen Hängen. In den Herbstmonaten finden wir hier auch die bekannte Törggelegegend.

Etschtal

Wenn man Etschtal hört, weiß man genau, dass es von der Etsch durchflossen wird. Es ist rund 415 km langer und der zweitgrößte Fluß Italiens. Geformt wurde dieses Tal von dem Etschgletscher. Es beginnt am Reschenpass (1507m) und durchquert Südtirol und das Trentino. Es endet in Venetien. Der obere Teil bis zur Töll (500m), wird Vinschgau genannt. Der Abschnitt nach Bozen ist das Überetsch und das Unterland. An der Salurner Klause verlässt das Etschtal Südtirol und geht in das Trentino über. Das Etschtal ist einer der wichtigsten Übergänge der Alpen zwischen Verona und Bozen. Zwischen Bozen und Meran ist die Strecke als ME BO(Schnellstraße) ausgebaut worden. Im nördlichsten Teil dieses Tales werden vor allem Äpfel angebaut im südlichen Teil vor allem Weinreben. Deshalb finden wir hier auch viele Kellereien.

Ahrntal

Es ist die Bezeichnung für zwei Täler, die von der Ahr durchflossen werden. Dieses ist ein langes uriges Tal und ist reich an Naturschönheiten. Dieses Tal erstreckt sich von Bruneck bis Sand in Taufers als Tauferertal und dann weiter bis zum Talschluß Kasern als Ahrntal. Dazu gehören auch die Seitentäler MühlwalderTal, Weißenbachtal und dem Reintal. Sie sind von den Zillertaler Alpen, den Tuxtaler Alpen, Venediger- und Rieserfernergruppe umgeben. Mehr als 80 Dreitausender finden wir in diesem Naturpark Rieser Ferner. Die Hauptorte dieses Tales sind: Gais, Sand in Taufers, Mühlwald, Weißenbach, Luttach, Prettau und Rein. Früher war dieses Tal reich wegen des Kupferbergbaues. Heute   ist es reich wegen des Fremdenverkehres. Handwerk und Tradition werden überall gepflegt. Klöppeln und Holzschnitzen gehört zum täglichen Leben. Der berühmte Bergsteiger Hans Kammerlander kommt aus diesem Tal.

Villnösstal

Das Villnösstal ist ein Seitental des Eisacktales mit 24 km Länge und liegt nördlich vom Grödner Tal. Hier öffnet sich uns die Tür zum Naturpark Puez-Geisler gegründet 1978. Im Naturparkhaus bekommt man dazu viele Informationen. Anzutreffen sind landwirtschaftliche Schönheit und eine herrliche Bergwelt. Unter den Dolomitenzacken, nördlich der Peitlerkoflgruppe und südlich der Geislergruppe erstrecken sich Almen mit Bergkräutern und Blumen, die zum Erholen und Erleben einladen. Dieses Tal ist auch die Heimat des Brillenschafes, dessen Merkmal dunkle Flecken um die Augen sind. Besonders bekannt ist das Kirchlein von St. Magdalena, im Volksmund auch “in Berge“ genannt auf 1339 m Von hier aus kann man   sehr erlebnisreiche Wanderungen und Touren starten. Der weltweit bekannte Bergsteiger und Buchautor Reinhold Messner stammt aus der Gemeinde Villnöß und ist ihr Ehrenbürger.

Höhlensteintal

Das Höhlensteintal ist ein 15 km langes Seitental des Pustertals. Biegt man bei Toblach Richtung   Cortina d´Ampezzo bin ich schon in diesem herrlichen Tal. Es liegt im Osten von Südtirol und trennt das deutsche vom ladinischen Sprachgebiet. Es wird von der Rienz durchflossen, die unterhalb der Drei Zinnen entspringt. Umgeben wird dieses Tal von einer herrlichen Bergwelt: Sextner -und Pragser- Dolomiten und der Cristallogruppe. Wir finden auch zwei nennenswerte Seen: den Toblacher See und den Dürren See. Er liegt etwas höher als der Toblacher See, ist aber wärmer. Im Sommer ist dieses Tal das ideale Tal zum Wandern Auch die Kletterer finden in dieses Tal viele Touren. Ebenso ist dieses Tal geeignet für Radfahrer. Der Radfernwanderweg der Dolomiten ist 65 km lang. Ein Teilstück davon geht durch das Höhlensteintal. Im Winter geht eine Langlaufloipe, die in Toblach beginnt, durch das gesamte Tal.

Sarntal

Nördlich von Bozen trifft man auf das Sarntal. Es zieht sich 50 km einwärts bis zum Penser Joch (2211m). Ein Hochtal mit Hängen und einem Kranz von Bergen. Dieses versteckte Tal inmitten von Südtirol in denen urige Menschen leben mit einer besonderen Lebensart.  Es ist ein Tal mit 7160 Einwohnern.  Großteils wird es von der Talfer durchflossen. Der Hauptort ist Sarnthein und wir finden noch weitere 27 Ortsteile. Das Sarntal wird von den Sarntaler Alpen umgeben.  Es gehen zwei Hauptzufahrten in dieses Tal. Von Bozen durch die Sarner Schlucht oder von Sterzing aus über das Penser Joch. Es ist ein Tal der Sinne. Man kann noch unberührte Natur erleben, und den Duft der Latschen vernehmen. Es ist eine ländliche Gegend mit 570 Bauernöfen aber nur wenig (3000 ha) Nutzfläche. Sehr bekannt ist das Sarntal durch das Kunsthandwerk der Federkielstickerei.

Passeiertal

Das Passeiertal ist ein Tal im Gebirge urig und landwirtschaftlich vielfältig. Es liegt nördlich von Meran, zieht sich bis zum Timmelsjoch hinauf und liegt an der Südlichen Seite der Stubaier- und Ötztaler Alpen. Im Vorderpasseier findet man ein eher weiteres Tal, im Hinterpasseier eröffnet sich uns eine alpine Landschaft mit Blicken auf eine gewaltige Bergwelt. Es ist das Heimattal des Volkshelden Andreas Hofer. Er kämpfte gegen Napoleon und den Franzosen für unsere Heimat. Das Museum im „Sandwirt“ sein Geburtshaus, erzählt von seinem Leben. Alle Sportbegeisterten finden im Passeiertal viel Interessantes. Rafting, Reiten, Wandern, Langlaufen, Skifahren, oder Snowboarden und nicht zu vergessen die 18 Loch-Golfanlage.

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