Klausen Aussicht (idm- Alex Filz)

Klausen Südtirol

Klausen ist eine Stadt im Eisacktal, in Südtirol, am Fluss Eisack, mit etwa 5.200 Einwohnern, 30 km nördlich von Bozen und 13 km von Brixen entfernt, umgeben von Kastanienhainen, Weingärten und Apfelplantagen. Das Gemeindegebiet mit den Dörfern Latzfons, Gufidaun und Verdings reicht bis zu den Bergspitzen der Sarntaler Alpen.

klausen-karte

Fakten zu Klausen

📌 Klausen im Eisacktal
❤️ Die Künstlerstadt Klausen …
⛰️ Meereshöhe: 523m
👦 Einwohnerzahl: 5.148
➤ Postleitzahl: 39043
🌎 Google Earth 3D-Flug über Klausen >>

Inhaltsverzeichnis

Altstadt in Klausen

Die Altstadt hat zahlreiche historische Gebäude, wie: Stadtpfarrkirche, Apostelkirche, Stadtmuseum, Burg Branzoll, um nur einige zu nennen. Wir finden hier mittelalterliche Mauern und Südtiroler Kleinstadtflair: von der Ober- bis zur Unterstadt ist Klausen das Herz des Eisacktales, ein wirklich liebenswertes Städtchen. Durch den Silberabbau in Villanders erlebte Klausen im 14. Und 15. Jahrhundert eine Blütezeit. Das Zollhaus in der Oberstadt war eine Station, an der die Fuhrleute Zoll an die Bischöfe von Brixen entrichten mussten. Bis 1930 ging der gesamte Brennerverkehr durch die Altstadt, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Da Klausen 1921 überschwemmt wurde, war damals die Nord-Südverbindung der Brennerstraße wegen des Hochwassers gesperrt. Daraufhin ließ Mussolini die Brennerstraße über der Stadt durch den Säbener Berg bauen.

Impression vom Kloster Säben

Künstler und Dürerstadt

Klausen, die mittelalterliche Stadt, nennt sich auch Dürerstadt. Bereits Albrecht Dürer machte in Klausen während seiner Italienreise halt, weil reges Künstlerleben in Klausen herrschte. Er nahm den Säbener Berg als Hintergrund für sein Portrait „Das große Glück“. Im früheren Gasthaus „Lampl“, das es heute nicht mehr gibt, trafen sich im Walthersaal Künstler in froher Runde. Besonders angetan waren einige von ihnen von den Töchtern des Wirts. Man sang, malte, diskutierte und machte zusammen Ausflüge. Der Walthersaal kann bei Führungen besichtigt werden.

Kloster Säben

Das Kloster Säben mit den Säbener Berg ist wegen seiner Archäologie, Geschichte und Kunst sehr bekannt. Bevor die Bischöfe um das Jahr 1000 ins Tal nach Brixen zogen, war Säben der Bischofsitz. Seit nun mehr 300 Jahren hat der Frauenorden der Benediktinerinnen den Berg in Besitz genommen. Auch heute noch bewohnen Nonnen das Kloster. Besucher können die drei Kirchen und eine Kapelle besuchen. Das Kloster selbst ist nicht zugänglich. Wer aber einen Urlaub mit Gebet und Meditation verbringen möchte, kann auf Säben in bescheidenen Gästezimmern wohnen. Von Klausen aus erreicht man das Kloster zu Fuß in einer knappen halben Stunde.

Der Loretoschatz

Die spanische Königin Maria Anna besaß eine Sammlung von Kunstwerken. Ihr Beichtvater war der aus Klausen stammende Kapuzinerpater Gabriel Pontifesser. Dieser hatte einen Wunsch, in seiner Heimatstadt ein Kapuzinerkloster zu errichten. Diesen Wunsch erfüllte ihm die spanische Königin. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Klosters um 1700 schenkte sie Ihre Sammlung mit religiösen Gegenständen, Bildern und verschiedenen Prunkstücken dem Kloster.

Besonders zu erwähnen ist der Feldaltar von König Karl, der in den Werkstätten italienischer und spanischer Kunsthandwerker und Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts entstanden ist. Seit 1992 kann man den berühmten Loretoschatz in Klausen im Stadtmuseum besichtigen. Das Kapuzinerkloster wurde 1972 aufgelöst und die Gemeinde Klausen kaufte Grund und das Gebäude, in welchem der Loretoschatz und auch die Stadtbibliothek untergebracht sind.

Gassentörggelen

Mitte September wird das Städtchen Klausen in eine große Törggelestube verwandelt. Man kann viele regionale Produkte ausprobieren z.b. Gerstesuppe, Schlutzkrapfen, Surfleisch mit Kraut und vieles mehr. Dazu gibt es Südtiroler Weine und ein attraktives Rahmenprogramm mit herrlicher Musik.

Kastanienweg

Zu Kastanienwegen werden im Herbst sehr viele Waldwege. Südtirols längster Kastanienweg verläuft durch das Eisacktal, vorbei an Ritten, Seiser Alm, das malerische Grödnertal bis zum Kalterer See. Im Herbst sind die Wälder voll von den Igeln der Kastanien. Gelbe Blätter sowie rote, braune und grüne Blätter strahlen im Sonnenschein und es lassen sich wunderbar “Keschtnigel” und braune Kastanien sammeln.

Das Latzfonser Kreuz

liegt auf 2300 m Meereshöhe und gehört zu den östlichen Ausläufern der Sarntaler Alpen. Hier stehen eine Schutzhütte und eine Kapelle, die zu den höchstgelegenen Wallfahrtskirchen in Europa zählt. Der Schwarze Herrgott stand ursprünglich in der Totenkapelle von Latzfons. Es wurde ab 1700 als Wetterkreuz am Joch zwischen dem Thinnetal und dem Sarntal aufgestellt. Später baute man ein Bildstock und 1867 wurde die heutige Wallfahrtskirche im neugotischen Stil errichtet. Am 22. Juni ist der Magdalenentag, das ist der Kirchtagsonntag. Kurz vorher, am vorletzten Samstag im Juni, findet ein Bittgang statt und das Kreuz wird von Latzfons zur Kapelle hinaufgetragen und Ende Oktober, wenn die Tage kühler werden, kommt es wieder nach Latzfons und verbringt dort den Winter. Sonntags läuten im Sommer drei kleine Glocken und laden zur Messe ein. Es finden verschiedene Wallfahrten statt. Am letzten Samstag im Juni kommen die Durnholzer und Reinswalder Wallfahrer zum Latzfonser Kreuz. Im Juli pilgern auch die Schalderer hinauf zum Schwarzen Herrgott.

Es gab hier ein Hospiz, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und 1850 einem Brand zum Opfer fiel. Es fehlten die finanziellen Mittel und man erbaute nur eine bescheidene Holzhütte. Hirten nutzten sie als Schafstall, diese musste 1947 niedergerissen werden. Erst 1952 wurde das Schutzhaus erbaut und erhielt 2015 das heutige Aussehen. Verschiedene Pächter versorgten die Wallfahrer und Wanderer mit Speis und Trank. 43 Personen können in der Hütte übernachten.

Weihnachtsmarkt in Klausen

Im Künstlerstädtchen Klausen im Eisacktal ist der Weihnachtsmarkt etwas anderes. Er begeistert aber Groß und Klein. Warum heißt er auch mittelalterliche Weihnacht? Man trifft auf Gaukler, Ritter, Nachtwächter und Feuerspeier. Die Zeit wird einfach zurückgedreht. Es gibt keine Straßenbeleuchtung, sondern Laternen und Kerzen. An 20 Ständen werden eigene Produkte angeboten wie Bäckereien oder selbstgebastelter Schmuck. Gospelchöre, Bläser und Trommler zeigen was sie können. Wächter genannt Nachtwächter durch die Gassen und erzählen Geschichten. Die besonderen Feuerspeier bringen Kinderaugen und unsere Augen zum Leuchten.

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